Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis am 11. Dez. 1989 gegründet

Neuer Verein hat von Beginn an schon 130 Mitglieder - Adolf Zils ist 1. Vorsitzender

Neuwied hat einen neuen Verein: die „Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis“. 130 von den knapp 150 Teilnehmern der Gründungsversammlung unterzeichneten im Saalbau „Schwan“ spontan die ausgehändigten Beitrittserklärungen. Einig waren sich die Vereingründer darin, dass Kommunalpolitiker nicht in den Vorstand gehörten. Es solle kein Parteienverein werden.

Damit ist die ursprüngliche Idee, eine Art Interessensgemeinschaft Heimbach-Weiser Bürger zu bilden, nach gut einem Jahre verwirklicht worden. Sinn und Zweck dieser Gründung ist die von vielen Bewohnern des Stadtteils „als dringend erforderlich empfundene Förderung Heimbach-Weiser Interessen auf den Gebieten Kultur, Wirtschaft, Verkehr und Umwelt“, so die Initiatoren.

Dass sie damit genau den Nerv der Bevölkerung trafen, zeigte die große Resonanz auf die Einladung. „Das so viele kommen würden, hätten wir uns im Traum nicht vorgestellt,“ sagte Mitorganisator Adolf Zils in seiner Begrüßungsansprache. So mussten zusätzliche Tische und Stühle aufgestellt und Formulardaten kopiert werden. Verschiedene Arbeitskreise hatten sich seit Monaten regelmäßig getroffen, um Konzepte zu den vier Themenschwerpunkten zu erstellen. Erste Ergebnisse und Überlegungen, wie die einzelnen Problemfelder angegangen werden könnten, wurde kurz zu Beginn der Veranstaltung skizziert.

Dabei kamen die Referenten immer wieder auf die Verkehrssituation im Stadtteil zurück, für alle das Kernproblem. Die Hauptstraße, die den Ort „ wie eine Axt“ in zwei Teile spalte, müsse sobald wie nur möglich entlastet werden, war daher die einhellige Forderung. Als mögliche Lösung sehen die Organisatoren die nördliche Sammelstraße, kombiniert mit einer Südumgehung an.

Ein Arbeitskreis Kultur wurde u.a. für Begegnungen und gemeinsame Aktionen eingerichtet. Auch eine Ortschronik soll erstellt werden.

Der Arbeitskreis Wirtschaft fordert von der Stadtverwaltung Auskünfte darüber, wie viel Steuergelder bisher in der Neuwieder City und wie viel in Heimbach-Weis investiert wurden. Ein Gespräch mit dem Dezernenten Heinz Mohr habe ergeben, dass die Stadt kein Konzept zur Wirtschaftsförderung für den Stadtteil habe.

Der Arbeitskreis schlägt vor, dass eine Untersuchung der gesamten Infrastruktur erfolgt, was bisher noch nicht gemacht worden sei. Konzepte, wie sie von Hochschulen für die Gemeinden Winningen und Rengsdorf erstellt wurden, seien auch denkbar. Außerdem wolle man eine „Werbegemeinschaft Heimbach-Weiser Ortskern“ bilden. Nachdem die Zielsetzungen des Vereins dargestellt worden waren, wurde die Satzung im Detail besprochen. Einige Änderungen und Ergänzungen mussten aufgenommen werden.

Danach standen die Vorstandswahlen an. Die 129 Stimmberechtigten sprachen sich in geheimer Wahl für Adolf Zils als 1. Vorsitzenden und Günter Heinrich als 2. Vorsitzenden aus. Kassierer sind Franz-Josef Maxein und Ulrich Fink, Schriftführer Heinz Nink und Erwin Kern. Zum Vorstand gehören außerdem die Beisitzer Norbert Bleidt, Reinhard Lahr und Willi Birkenbeil. Zu den Kassenprüfern bestellt: Hans Kläs und Josef Hahn.

Veröffentlichungen

Gründ-Vorbereitg.pdfGründungsvorbereitungen
Gründungsprotokoll.pdfGründungsprotokoll
Handlung.pdfErste Vereinsaktivitäten

Presse

RZ-1989-12-13.pdfRhein-Zeitung (13.12.1989)