Vereinsjubiläum 2004

Liebe Vereinsmitglieder, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Internetbesucher,

Die Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis e.V. wurde am 11.12.89 gegründet. Seit dieser Zeit hat sich in Deutschland, in der Welt und auch in Heimbach-Weis vieles verändert. Unser Verein kann einiges Vorzeigen und stolz auf die erbrachten, ehrenamtlichen Leistungen sein. Dies gilt für den gesamten Vorstand und die vielen ehrenamtlichen Helfern, denen ich an dieser Stelle besonders danken möchte.

Anläßlich unseres 15 jährigen Jubiläums am 11.12.04 haben wir eine Zusammenfassung unserer Arbeit und die Zielsetzungen des Vereins erstellt „Seit 15 Jahren im Dienste der Bürger, Heimat und Geschichte“. Nehmen Sie sich bitte die Zeit und informieren Sie sich in diesem Beitrag über unsere Aktivitäten. Wenn Sie danach der Meinung sind, selbst auch etwas mit uns gemeinsam zum Gemeinwohl von Heimbach-Weis beizusteuern, dann freuen wir uns auf Ihre Mitgliedschaft. Die Anmeldung finden Sie ebenfalls im Internet.

Seit 15 Jahren im Dienste der Bürger, Heimat und Geschichte

Ausschlaggebend für die Gründung war eigentlich die Verkehrssituation im Ort. Heute, 15 Jahre später, blickt die Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis e.V. auf eine ganze Reihe von Errungenschaften zurück, die für die Bürger initiiert und ins Leben gerufen wurden. Die Liste ist lang und umfasst Denkmäler und die Ausweisung und Beschilderungen von Wanderwegen, ebenso wie die Organisation der 900-Jahr Feier und den Weihnachtsmarkt in Rommersdorf. Politisch lässt sich der Vorstand als „Wählergruppe Zils“ im Ortsbeirat in die Verantwortung nehmen.

Bemühung für die Nordumgehung stand im Mittelpunkt

Als die Bürgergemeinschaft am 11. Dezember 1989 gegründet wurde, war dies der Zusammenschluss zweier engagierter Gruppen. Bereits seit zwei Jahren zuvor, sorgten sich Weiser und Heimbacher um die Verkehrssituation in ihrem Ort. Ausschlaggebend dafür war die Shell-Studie, die für die nächsten 10 Jahre zweistellige Zuwachsraten der Kraftfahrzeuge prognostizierte und wie Adolf Zils erzählt, der Weitblick der Vereinsgründer. „Damals gab es meist ein Auto in den Familien. Unsere Vermutung, dass dies mal drei werden würden, sollte sich als richtig erweisen. Aufgrund der Neubaugebiete kamen sogar noch weitere Neubürger hinzu“, erinnert sich der Vorsitzende von Pro HW. Der Kampf für die Nordumgehung und für deren, in diesen Wochen im Stadtrat beschlossene Fertigstellung, sowie die Bemühungen für die Südtangente, zieht sich wie ein roter Faden durch die Vereinsgeschichte. Sogar die Erstellung eines Verkehrskonzeptes bzw. städteplanerischen Gutachtens wurde auf Betreiben des Vereins von der Stadtverwaltung in Auftrag gegeben. Das man Berge nicht von heute auf morgen versetzen kann, war den Bürgern von Anfang an klar. Aber steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein und so durfte sich Pro HW mitfreuen, als der Kreisverkehrsplatz am Königsgericht im Herbst eingeweiht wurde. Für die Entschärfung der Kreuzung, die bis dahin zu den unfallhäufigsten im Stadtgebiet gehörte, setzte sich die Bürgergemeinschaft seit Jahren ein.

Stärkere Gewichtung für Heimbach-Weis

„Auf der Welt geschieht nichts von allein – hilf Dir selbst“, betont Adolf Zils und kommt damit zu einem weiteren Grund für die Vereinsgründung. Knapp zwei Jahrzehnte nach der Eingemeindung wollte die Bürgergemeinschaft für eine stärkere Gewichtung Heimbach-Weis innerhalb der Stadt sorgen. Umgesetzt wurde das Vorhaben, indem der Kontakt zu den Stadtratsmitgliedern gesucht wurde oder wie zuletzt, vor Jahresfrist geschehen, zu einer spontanen Ortsbegehung geladen wurde. Das Pro HW seine Projekte mit Akribie und einem langen Atem angeht, ist sicherlich auf die kontinuierliche und solide Vereinsführung zurück zu führen. Neben Adolf Zils gehören dem derzeitigen Vorstand mit Franz-Josef Maxein, Heinz Nink, Erwin Kern, Norbert Bleidt und Dr. Reinhard Lahr noch fünf weitere Verantwortliche der ersten Stunde an. Das die Heimbach-Weiser das Engagement ihrer Bürgervereinigung zu schätzen wissen, zeigt das Abschneiden der „Wählergruppe Zils“. Seit Einführung des Ortsbeirates, hat die Wählergruppe die Mehrheit in diesem Gremium inne. Fragt man die Bürger des Doppelortes, so erinnern sie sich vor allem an die 900-Jahr Feier, die von Pro HW initiiert und mit den Ortsvereinen gemeinsam veranstaltet wurde. Aus der Jubiläumsfeier ist das jährlich stattfindende Dorffest bzw. der verkaufsoffene Sonntag entstanden, der mittlerweile von der örtlichen Werbegemeinschaft veranstaltet wird. Mit Stolz verweisen die Heimbach-Weiser auf ihren Weihnachtsmarkt. Von der Bürgergemeinschaft organisiert, lockt der Markt im zweijährigen Rhythmus, in die besondere Atmosphäre der ehemaligen Prämonstratenserabtei nach Rommersdorf.

Denkmäler errichtet – Wanderwege angelegt

Doch nicht nur Ereignisse der Gegenwart stehen bei Pro HW im Mittelpunkt. Heimatgeschichte und die Rückbesinnung auf die Vergangenheit gehören ebenso zur Vereinsarbeit. In Weis wurde der Bildstock Siebenschläfer und auf dem Friedhof, gemeinsam mit SPD und CDU Ortsverein, unter der Federführung von Franz-Josef Hamm, das Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus, errichtet. Ein weiteres Highlight der Vereinsgeschichte fand im Jahr 2003 statt. Mit dem Vogelspfad wird dem naturverbundenen Bürger ein attraktiver Wanderweg angeboten, der mit der in Eigenbau entstandenen Vogelschutzhütte, Schildertafeln, Entspannung und Information bietet. Besondere Anerkennung wird der Vogelspfad 2005 erfahren. Dann soll er zu einem Abschnitt des rund 300km langen rechtsrheinischen Rheinsteiges zwischen Bonn und Wiesbaden erklärt werden.

Römer sind großes Zukunftsprojekt

Mit dem neuesten Projekt sorgt die Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis e.V. derzeit weit über die Ortsgrenzen hinaus für Aufmerksamkeit. Die kürzlich im Heimbach-Weiser Wald enthüllten Kelten- und Römer Informationstafeln, sowie die Hinweisschilder auf den Limesverlauf und dessen ehemaligen Wachttürme, sind nur der Auftakt zur einer verstärkten Fokussierung auf das bedeutendste archäologische Gut in Rheinland-Pfalz. Und das mit gutem Grund: Im Frühjahr wird der Limes voraussichtlich zum Weltkulturerbe ernannt. Gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege Koblenz möchte Pro HW die Fundamente des „Wachtpostens WP 1/43“ an Bernsmühlchen freilegen und auf dem Parkplatz dort einen Infostand errichten. Von so viel Engagement ist Oberbürgermeister Nikolaus Roth begeistert. Bei der Präsentation der Römeraktivitäten in der Stadtverwaltung war er voll des Lobes für die Ehrenamtlichen und dankte ihnen für ihr großes Engagement im Sinne des Gemeinwohls. Zusammen und mit der Beteiligung der Heimat- und Verschönerungsvereine der anderen Stadtteile, wurde am Ende des Gesprächs ein gemeinsames Ziel vereinbart: Ein 18,5 Km langer Limes-Wanderweg soll in Zukunft das Neuwieder Stadtgebiet mit einer weiteren Attraktion bereichern.

Frank Flügel in Zusammenarbeit mit Adolf Zils (Weihnachten 2004 )

Presse

rz_07122004_zumjubilwirdgewandert.pdfRhein Zeitung 07.12.2004 - "Zum Jubiläum wird gewandert"
neuwiederstadtzeitung_in15jahren.pdfNeuwieder Stadtzeitung - "In 15 Jahren Großartiges geleistet."
neuwiederstadtzeitung_seit15jahrenimdienste.pdfNeuwieder Stadtzeitung - "Seit 15 Jahren im Dienste der Bürger, der Heimat und der Geschichte"