Römer-Keltenwanderweg entlang des Limes

Der Limes im Heimbach-Weiser Wald am Burghoffeld/Golfplatz

Der römische Limes war zwischen Rhein und Donau im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. die Grenze des Römischen Reiches zum freien Germanien. Die Überreste von Wall, Graben und Holzpalisade und die Schutthügel der Wachttürme sind vielfach im Gelände noch sichtbar erhalten oder mit archäologischen Prospektionen feststellbar.
Im Heimbach-Weiser Wald verläuft der Limes über den Höhenrücken
zwischen den tief eingeschnittenen Tälern des Aubaches und des Saynbaches. Mit weiten Biegungen nutzt der Limes strategisch vorteilhaft das Gelände aus, indem er sich auch am Rheinhöhenweg, einem alten Verbindungsweg, orientiert. Dieser hatte, wie es die zahlreichen längs des Weges gelegenen Grabhügel erkennen lassen, schon in vorrömischer Zeit bestanden.

Im Heimbach-Weiser Wald verläuft der Limes über den Höhenrücken zwischen den tief eingeschnittenen Tälern des Aubaches und des Saynbaches. Mit weiten Biegungen nutzt der Limes strategisch vorteilhaft das Gelände aus, indem er sich auch am Rheinhöhenweg, einem alten Verbindungsweg, orientiert. Dieser hatte, wie es die zahlreichen längs des Weges gelegenen Grabhügel erkennen lassen, schon in vorrömischer Zeit bestanden.

Am Burghoffeld, einer weiten, lange Zeit landwirtschaftlich genutzten Lichtung im Wald, bildet der Limeswall mit dem heute nicht mehr sichtbaren Wachtposten 1/45 die nordöstliche Begrenzung eines Golfplatzes. Danach führt er durch ein ausgedehntes Hügelgräberfeld der frühen Eisenzeit (ca. 750 - 250 v. Chr.).
Der Limes zieht geradlinig durch die keltischen Hügelgräber ohne Rücksicht auf ihre Lage. Inmitten des Gräberfeldes liegt der Wachtposten 1/46. Durch Ausgrabungen wurden die Überreste eines älteren Holz- und eines jüngeren Steinturmes festgestellt.

Hügelgräberfeld der Kelten im Heimbach-Weiser Wald

Südöstlich des Burghoffeldes liegt im Heimbach-Weiser Wald ein ausgedehntes Hügelgräberfeld der frühen Eisenzeit (ca. 750 -250v. Chr.). Die noch etwa 50 Grabhügel haben einen Durchmesser zwischen 12 und 30 m und eine Höhe von noch 1 bis 2 m. Sie liegen zu beiden Seiten des Rheinhöhenweges, eines schon in vorgeschichtlicher Zeit genutzten Verbindungsweges. An seinem Verlauf orientiert sich auch der römische Limes, der geradlinig durch das Gräberfeld läuft und einzelne Gräber ohne Rücksicht auf ihre Lage durchschneidet.
Bei der Erforschung des Limes am Ende des 19. Jahrhunderts wurden auch mehrere Heimbach-Weiser Grabhügel untersucht. Vorwiegend ließen sich Brandbestattungen mit Urnen feststellen. Als Beigaben fanden sich Sätze aus Keramikgeschirr mit Schrägrandtöpfen, Bechern, Schalen und Fußschälchen. Die Grabfunde sind chronologisch der so genannten Laufelder Gruppe (8. - 7. Jh. v. Chr.) zuzuweisen. Zu dieser Zeit beginnt man im nördlichen Mittelrheingebiet und auf den angrenzenden Mittelgebirgen Hügelgräberfelder anzulegen. Sie sind dann für die Hunsrück-Eifel-Kultur (6. - 3. Jh. v. Chr.) typisch, als deren Träger allgemein die Kelten gelten.
Vermutlich mit dem Gräberfeld zeitgleich ist die "Alteburg", eine vorgeschichtliche Ringwallanlage, die rund 400 m südwestlich vom Burghof liegt und im Wald noch gut zu erkennen ist. Auf den Feldern um den Burghof aufgelesene Keramikscherben lassen zudem eine ausgedehnte ländliche Siedlung an dieser Stelle vermuten.

Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis e.V.
Golfclub Rhein-Wied e.V.
Archäologische Denkmalpflege Amt Koblenz

Fotos

Veröffentlichungen

Limes_am_Golfplatz.pdfLimes im HW Wald am Burghoffeld/Golfplatz
Kelten_im_Heimbach-Weiser_Wald.pdfKeltisches Hügelgräberfeld im HW Wald
HRK-Bader.pdfMit Reinhold Bader unterwegs
Rechtssicherung2004-12-08.pdfRechtssicherung der Bodendenkmäler
Freig-Hinweist-2004-12-11.pdfBegrüßung anläßlich Freigabe der Hinweistafeln
Bedach-Hinweist.pdfBedachung der Hinweistafeln
UNESCO-kulturerbe.pdfUNESCO erklärt Limes zum Weltkulturerbe

Presse

RZ-2007-03-07.pdfRhein-Zeitung (03.03.2007)
turm-2007-02-21.jpgBlick Aktuell (21.02.2007)
rheinzeitung_2005-02-09.jpgRhein-Zeitung (09.02.2005)
stadtzeitung_2005-02.jpgStadtzeitung (09.02.2005)
schauinsland-2005-01.jpgSchau ins Land (Jan.2005)
Presse-info_2004-10-04.pdfPresse-Info (04.10.2004)
RZ-2004-06-28.pdfRhein-Zeitung (28.06.2004)
NR-Stadtzeitg-2003-10-22.pdfStadtzeitung (22.10.2003)
NR-Stadtzeitg-2003-10-22a.pdfStadtzeitung (22.10.2003)