Historischer Limes-Wanderweg durch Neuwieder Stadteile

Einheitliche Markierung nach Heimbach-Weiser Modell beschlossen (Dez. 2004)

Angefangen hat alles in einem Gespräch mit Oberbürgermeister Nikolaus Roth, weiteren Vertretern der Verwaltung, den Herren Dr. Wegner und Dr. Jost von der Archäologischen Denkmalpflege Koblenz sowie den Vertretern der Heimat- und Verschönerungsvereine der einzelnen Stadtteile im Dez. 2004. Nach der Präsentation durch die Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis über die bereits vorgenommene Kennzeichnung des Limes-Verlaufs und den einzelnen Wachttürmen, trafen sich am 6. April 2005 alle Verantwortlichen vor Ort im Heimbach-Weiser Wald, um die bereits angebrachten Schilder zu begutachten.

Ziel ist, eine einheitliche Kennzeichnung der Limes-Strecke von 18,5 km durch alle Stadtteile zu haben. Nach eingehender Diskussion war man sich einig, das Heimbach-Weiser-Gladbacher Modell für die gesamte Stadt zu übernehmen. Aus jedem Stadtteil wird ein Ansprechpartner mit einem Vertreter der Stadt und Reinhold Bader von Pro Heimbach-Weis jeweils einen geeigneten Standort für die Schilderanbringung ausfindig machen.

Wenn im Juli der Limes wirklich Weltkulturerbe werden wird, haben wir innerhalb der Stadt Neuwied eine hervorragende Ausgangsposition, diese Limesstrecke für den Tourismus zu empfehlen war die einheitliche Meinung aller Teilnehmer. Somit ist die Aktion: „Limes-Freunde Neuwieder Stadtteile“ mit Vertretern aus Feldkirchen, Segendorf, Niederbieber, Oberbieber, Gladbach, Engers, dem Vertreter des Westerwaldvereins Herrn Klaus Maschlinski und Heimbach-Weis ihrem Ziel ein gutes Stück näher gekommen, diese geschichtlichen Juwelen der Öffentlichkeit transparenter zu machen. Denn mit dem Niederbieberer Kastell, dem Wachtturm in Oberbieber, dem Anhausener Kastell und dem möglichen Rheinübergang des Römischen Feldherren Julius Cäsar bei Engers, sowie dem Limes mit seinen Wachttürmen haben wir einen reichhaltigen, historischen Fundus. Von Pro Heimbach-Weis sind wir natürlich froh und stolz, daß unsere Vorleistung so anerkannt wird bedankte sich der Vorsitzende Adolf Zils und erwähnte ausdrücklich die engagierte Mitarbeit des Helfer-Teams. Auch Bürgermeister Reiner Kilgen und Ortsvorsteher Heinz-Peter Schmitz fanden lobende Worte für die von Pro Heimbach-Weis erbrachte Vorarbeit. Seit einigen Tagen haben auch die beiden Hinweistafeln ein wunderschönes Kupferdach, das von einem Vereinsmitglied und einer Firma aus Rüscheid gesponsert wurde.


Kupfer-Bedachung für die Hinweistafeln (April 2005)

Seit Anfang April haben die beiden Hinweistafeln am Hügelgräberfeld der Kelten am Limes eine neue Bedachung. Ein wunderschönes Kupferdach verschönert jetzt jede Tafel und ist gleichermaßen das i-Tüpfelchen an diesen Tafeln. Herzlichen Dank hierfür unserem Vereinsmitglied Oswald Höfer und der Firma Bamberger & Gärtner GmbH aus 56584 Rüscheid.


Markierung in Oberbieber, Gladbach und Heimbach-Weis bereits abgeschlossen (Juli 2005)

Ziel ist es, eine einheitliche Kennzeichnung der Limes-Strecke von 18,5 km durch alle Stadtteile zu haben. Zwischenzeitlich hat Gladbach unter der Federführung von Georg Kern und Förster Ralf Winnen die Strecke und die Wachttürme 38 und 39 ausgeschildert. Auch der Heimat und Verschönerungsverein Oberbieber mit Horst Pinsdorf, Günter Omerzu, Karl-Heinz Müller und Dieter Fleischer hat jetzt die gesamte Strecke rund um den Wachtturm am Wingertsberg einschließlich der Wachttürme 37a, 37, 36, 35 und 34 ausgezeichnet.

Auf Einladung der Freunde aus Oberbieber konnten sich Reinhold Bader und Adolf Zils von der Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis von der vorbildlichen Arbeit des HVO überzeugen. Teilweise gehen auch hier der Rheinsteig und Limes-Wanderweg über die gleichen, wunderschönen Waldwege. Somit hat Neuwied neben dem Rheinsteig für die Wanderfreunde eine weitere Attraktivität anzubieten.


Visualisierungskonzept für den Limes (Sept. 2006)

Das rheinland-pfälzische Innenministerium hat die TU Kaiserslautern, Herrn Dr.-Ing. Franz Schafranski, um Erstellung eines Visualisierungskonzeptes für den Limes gebeten. Herr Dr. Schafranski hat eine Bestandsaufnahme der Limes-Strecke von der Grenze Bendorf für das Stadtgebiet Neuwied gemacht und am 6. Sept. 2006 in der Kreisverwaltung Neuwied das Ergebnis präsentiert. Es wurden mehrere Aufnahmen der Strecke „Historischer Limes- und Keltenwanderweg“ mit unseren Hinweisschildern und den Hinweistafeln gezeigt. Herr Dr. Schafranski erwähnte ausdrücklich, dass die Limesstrecke im HWG-Wald hervorragend gekennzeichnet ist und keine zusätzlichen Hinweise notwendig sind. Somit haben wir aus erster Hand von einem Fachmann die Bestätigung für unsere gute Arbeit erhalten. Allen Helfern hierfür herzlichen Dank. Wenn jetzt Oberbieber und Niederbieber dieses System auch übernimmt, hat Neuwied eine optimale und einheitliche Limes-Kennzeichnung.

Heimbach-Weis, den 8. Sept. 2006

Adolf Zils


weitere Fotos zur Beschilderung im HWG-Wald