Nördliche Ortsumgehung

Die Verkehrsentlastung von Heimbach-Weis hat oberste Priorität (Rhein-Zeitung, 22.04.1994)

Die Ortsentwicklung von Heimbach-Weis und namentlich die Verkehrsführung sind schon rein planerisch gesehen „harte Nüsse“ – ihre Realisierung wird jedoch noch härter sein.

Dipl.-Ing. Heinz Zanger , der im Auftrag der Stadt Neuwied entsprechende Konzepte entwickelte und in der Bürgerversammlung erläuterte, machte keinen Hehl aus den anstehenden Problemen. Dreh- und Angelpunkt ist die völlig überlastete Hauptstraße , die mit ihren vielen Engpässen und unübersichtlichen Kreuzungen den Charakter einer Dorfstraße hat, aber in Spitzenzeiten Großstadtverkehr aufnehmen muss (5000 Autos pro Tag, darunter überdurchschnittlich viele Busse und Lastwagen).

Die beste Lösung, da stimmte Heinz Zanger mit den Experten und vielen Bürgern überein, wäre eine rasche Realisierung der südlichen Ortsumgehung zwischen Ortslage und B 42. Dies ist aber zugleich die Lösung, die kaum Chancen auf Verwirklichung hat. „Denn die Südumgehung kann nur als Landesstraße gebaut werden und da ist das Straßenbauamt Koblenz zuständig. Von da kommen aber wenig optimistische Aussagen. Selbst den von Zanger in Betracht gezogene Ausbau bis 2010 würde ich nicht unterschreiben, ergänzte Heinz Mohr Zangers Ausführungen nach der Versammlung gegenüber der RZ.

Rasche Entlastung

So kann eine rasche Entlastung des Ortskerns nach den Worten des Planers zunächst durch eine Ableitung des Durchgangverkehrs aus Richtung Gladbach und Sayn jeweils in Richtung B 42 über möglichst bald zu bauende Tangenten erfolgen. Und natürlich müsse die nördliche Sammel- und Entlastungstrasse fertiggestellt werden.

Doch wie weit steht es damit? Die planungsrechtlichen Voraussetzungen zwischen Burghof- und Waldstraße liegen vor. Der notwendige Grunderwerb sei so gut wie abgeschlossen, nun müssten die Ergebnisse in Bebauungspläne münden.

Problematischer sei indes die Fortsetzung zwischen Wald- und Sayner Straße. Hier seien Eingriffe in natur und Landschaft erheblich, schwierige Verhandlungen stünden also bevor. Auf Anfrage über den Zeitpunkt einer möglichen Gesamt-Fertigstellung äußerte sich Beigeordneter Mohr vorsichtig: „Vielleicht in fünf bis zehn Jahren“. Anliegen der Bürger, so war aus Wortmeldungen zu hören, ist es: Zumindest beim Teilstück Burghof- und Waldstraße müsse man am Ball bleiben, weil dadurch auch schon ein erheblicher Teil des Verkehrs zum Zoo abgeleitet werde.

Doch dem Städteplaner Heinz Zanger ging es bei seinen Untersuchungen auch um die die Wohnbebauung in Heimbach-Weis und um die Gestaltung von Ruhezonen und sogenannten Kommunikationszentren. Reichlich lange habe es eine relativ ungeordnete Bebauung gegeben, so dass man den Ist-Zustand als chaotisch bezeichnen müsste. Vor allem die Ansiedlungen im Bereich nördlich der Hauptstraße sein mit einem Tempo vorangeschritten, die einer unkontrollierten Verkehrsbelastung geradezu Vorschub geleistet hätten. Bei behutsamem Vorgehen könnten noch rund 1000 Wohnungen gebaut werden, was einem Bevölkerungszuwachs von 2400 Einwohnern entspreche.

Günstigere Platzgestaltungen als bisher konnte sich der Planer an der Pfarrkirche vorstellen und an der Kapelle. Weitere Begrünungen seien erst dann wirklich sinnvoll, wenn die Hauptstraße einmal als verkehrsberuhigt ausgewiesen werden könne. Ganz herausnehmen sollte man den Verkehr im Interesse des öffentlichen Handels aber nicht.

Adolf Zils, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis, hatte in seinem Grußwort ein zukunftorientiertes Ortsentwicklungskonzept als Lebensaufgabe bezeichnet. Sein Appell an alle lautete: „Wir sollten Gewesenes vergessen und uns tatkräftig um Künftiges bemühen. Wichtig sind Ziele, Entscheidungen, Handlungen. Die Bürger in Heimbach-Weis werden auf eine zügige Umsetzung des Konzeptes drängen.“

Veröffentlichungen

Veröff-2003-11.pdfNördliche Umgehung
Veröff-2003.pdf"Todesstoß" für Ortsentwicklung
Brief_Remy-2003-06-30.pdfBrief an S. Remy

Presse

RZ-2012-11-14.jpgRhein-Zeitung (14.11.2012)
RZ-2008-08-30.jpgRhein-Zeitung (30.08.2008)
RZ-2003-12-16.jpgRhein-Zeitung (16.12.2003)
RZ-2003-12-12.pdfRhein-Zeitung (12.12.2003)
RZ-2003-11-26.jpgRhein-Zeitung (26.11.2003)
RZ-2003-11-19.pdfRhein-Zeitung (19.11.2003)
RZ-2003-11-19a.pdfRhein-Zeitung (19.11.2003)
RZ-1994-04-22.pdfRhein-Zeitung (22.04.1994)